Gold (Folge 94)
Shownotes
Was hat Gold mit Ordnung zu tun? Mehr als du vielleicht denkst.
In dieser Folge erzähle ich dir, wie mir beim Aussortieren mit einer Kundin plötzlich ein Bild in den Sinn kam: Ordnungsschaffen ist wie Goldschürfen. Es geht nicht darum, möglichst viel wegzuwerfen, sondern darum, das wirklich Wertvolle zu finden. Ganz egal, was ein Gegenstand gekostet hat.
Gold ist wertvoll, weil es selten ist. Und genau das passiert auch bei dir zu Hause, wenn du anfängst, bewusst auszusortieren: Du erkennst, was wirklich besonders ist, weil du alles einzeln in die Hand nimmst und eine Entscheidung triffst. Nicht mehr, nicht weniger.
Ich erzähle dir außerdem, warum eine Tonne Gestein bewegt werden muss, um durchschnittlich 5 g Gold zu finden, was das mit deinen Papierunterlagen zu tun hat und warum das Ordnungsschaffen eben Zeit braucht, aber sich genau deswegen lohnt.
Das Schöne daran: Das Gold in deinem Zuhause kann nur du erkennen. Ich kann vorsortieren und auf dem Weg zur Entscheidung begleiten. Aber die finale Entscheidung liegt immer bei dir.
Hör auch gerne in Folge 8 rein, auf die ich in dieser Episode verweise.
Frage für dich zum Mitnehmen: Was muss in deinem Zuhause bewegt werden, um an das Gold zu kommen?
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Ordentliche Grüße Tanja Priefling
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und ganz herzlich willkommen in meiner vier neunzigsten Podcast-Folge.
00:00:03: Heute starte ich mal komplett anders als sonst und nenne den Titel dieser Folge direkt am Anfang, also jetzt im ersten zweiten dritten Satz keine Ahnung.
00:00:11: Und zwar geht's um Gold!
00:00:13: Tatsächlich bin ich gar nicht der Typ, der gerne Gold trägt.
00:00:16: Mir gefällt Silber optisch viel, viel besser aber darum geht es heute gar nicht.
00:00:20: Es geht nicht um Schmuck, es geht nicht über Münzen oder irgendwelche Goldbachen sondern es geht einfach nur um den Vergleich mit Gold.
00:00:27: Es geht auch nicht um wertvolle Gegenstände in Bezug auf Geld, sondern um Gegenständen die für dich wertvoll sind.
00:00:34: Ganz egal was sie gekostet haben.
00:00:36: Ob sie viel gekostete haben oder ob sie wenig gekosteten haben oder vielleicht gar nichts gekostetes haben.
00:00:41: Und zwar kam mir das Wort Gold in den Sinn als ich neulich mit einer Kundin gemeinsam bei ihr zu Hause aussortiert habe.
00:00:49: Wir haben wirklich viel gemeinsam aussortiert, eben erstmal alles durchgeschaut und ich habe dann vorsortiert damit sie leichter entscheiden konnte was weg darf.
00:00:57: Was bleiben darf also was eben aussortieren kann und was nicht.
00:01:01: Und irgendwann mitten so im Aussortieren da bin ich ja immer eher so entspannt weil ich das einfach super super gern mache.
00:01:08: Da kam mir einfach der Gedanke dass wir hier jetzt eigentlich wirklich nach Gold suchen natürlich jetzt nicht nach echten gold es wäre schon ein bisschen seltsam sondern wirklich nach besonders wertvollen Gegenständen und Papierunterlagen.
00:01:22: Ganz unabhängig vom materiellen Wert, sondern eher von was für meine Kundin eben Wert hat.
00:01:27: Beim Ordnungsschaffen geht es nie darum alles einfach ungesehen in den Müll zu werfen, sondern darum jedes Teil einzeln in die Hand zu nehmen.
00:01:35: Dazu habe ich auch schon mal eine Podcast-Folge gemacht, das ist die Folge Nummer acht.
00:01:38: Also schon relativ lang her.
00:01:39: ganz am Anfang hab' ich darüber mal erzählt und für mich ist es nach wie vor ne wirklich wichtige Basis wenn's eben ums Ordnung schaffen geht etwas was oft unterschätzt wird.
00:01:48: und manchmal denke ich dass aber genau das eben dieses Bewusst jedes Teil einzelne in die Hand zu nehmen das Ordnungen schaffen eben so einfach und nachhaltig macht weil es nie darum geht irgendwie einen schnellen Weg zu finden und eine Kiste oder eine Schublade oder ein Fach nur so ein bisschen ordentlich zu machen sondern wirklich jedes Teil einzeln in die Hand zu nehmen und eben eine Entscheidung zu treffen.
00:02:09: Bevor ich jetzt noch hier weiter erzähle, wie gesagt höre super gerne in die Folge Acht Reihen!
00:02:14: Ich habe mir beim Aussortieren jedenfalls überlegt warum Gold überhaupt so wertvoll ist?
00:02:18: Ganz einfach weil es eben selten ist, weil das nicht unbegrenzt vorhanden ist Und sobald es von etwas viel oder zu viel gibt verliert's irgendwie seinen besonderen Wert.
00:02:28: Schau einfach mal welche Dinge du in deinem Zuhause hast, die du eben nur einmal oder vielleicht auch zweimal hast, also eben selten.
00:02:35: Ob du auf die nicht mehr aufpasst wie auf andere Sachen von denen unendlich viele Sachen da sind.
00:02:41: Klar gibt es Geld, Beutelschlüssel, Personalosweiß, Führerschein, Handy und Brille.
00:02:46: Das sind für mich jetzt so Sachen, die man oft nur einmal hat.
00:02:49: Aber bei der Brille kann schon wieder sein dass du vielleicht mehrere Sonnenbrillen hast.
00:02:53: Ich selber habe nur eine.
00:02:54: Und klar, dass ich auf diese viel mehr aufpasse als wenn ich jetzt mehrere Sonnebrille hätte.
00:03:00: Und ich überleg gerade die Gegenstände, die ich jetzt aufgezählt habe.
00:03:03: Sind sie jetzt besonders wertvoll?
00:03:04: Weil es eben jetzt um Schlüssel und Handy und so geht?
00:03:07: oder hat's nicht schon auch ein bisschen was damit zu tun weil es eben nur einmal da ist und übertrags einfach auf andere Gegenständen, die halt eben nicht nur einmal dar sind ob du da halt ein bisschen anders damit umgehst.
00:03:19: Man kann es jetzt nicht auf Bücher übertragen.
00:03:21: Ich kann es mich sagen, hey cool ich habe nur ein Buch deshalb lese ich nur noch das natürlich da macht's keinen Sinn.
00:03:26: also schau einfach wo es für dich passt und wohnt nicht!
00:03:29: Ich hab mal das Beispiel Kuscheltiere.
00:03:31: oft gibt's ja da eben dieses eine ganz besondere Kuscheltier für die Kinder und auf dass wird ihr ganz besonders geachtet.
00:03:37: Das darf auf gar kein Fall verloren gehen.
00:03:40: Und dann gibts vielleicht noch fünfzig andere Kuscheldiere die alle irgendwie schön sind Aber eben nicht so besonders.
00:03:47: Und da ist die Frage, welche sind wirklich Gold wert?
00:03:50: Und dürfen dauerhaft aufgehoben werden auch wenn die Kinder groß sind und nicht mehr damit spielen dass es eben nicht darum geht alle fünfzig Koscheltiere aufzuheben.
00:03:59: Es muss aber jetzt nicht nur so sein das man eben dieses eine aufhebt sondern dann halt wirklich rausfinden kann Welche sind eben besonderes und bei welchen wird's vielleicht gar nichts ausmachen wenn sie verloren gehen würden was wahrscheinlich nicht passiert weil man sich an irgend so mitnimmt oder wenn sie kaputt gehen würden und es wird einem nichts ausmachen, was vielleicht auch nicht so passiert.
00:04:20: Wenn Sie einfach nur in einer Kiste liegen und ja gar nicht benutzt werden.
00:04:24: Ein anderes Beispiel, das mir jetzt gerade noch einfällt bei meinen Kindern in der Schule, werden regelmäßig die Fundsachen ausgestellt immer wenn beispielsweise Elternabend ist Und dann sehe ich das eben und bin jedes mal wieder überrascht wie viele Kleidungsstücke Turnbeutelschuhe, was auch immer dort alles ausgelegt ist.
00:04:41: Alles verloren, alles irgendwie scheinbar unwichtig denn ich finde es jetzt relativ einfach wenn man in der Schule was vergessen hat.
00:04:48: Ich würde dir noch nicht mal sagen verloren dass man dann einfach am nächsten Tag oder in der nächsten Woche oder wann auch immer eben in die Schule geht an diese Stelle wo die Fundsachen gesammelt sind.
00:04:57: Ich glaube das ist nicht nur eine Stelle Das sind mehrere Stellen Dass man da einfach nachschaut und warum wird das häufig nicht gemacht?
00:05:04: Ich vermute jetzt einfach weil's vielleicht nur irgendein T-Shirt ist irgendein Pulli, irgendeine Mütze.
00:05:11: Vielleicht hat man es noch nicht mal gemerkt dass irgendwas fehlt wenn man so viel davon hat.
00:05:16: anders wäre es bestimmt wenn's der Lieblings-Pulli oder die Lieblungsjacke wären dann würde man das merken.
00:05:21: Dann würde man denken oh Mist ich hab die vergessen und dann würde sich auf die Suche machen.
00:05:27: Und für mich zeigt es einfach wenn man von was weniger hat dann schätzt man das viel mehr.
00:05:33: Noch mal zurück zum Gold, aus vielen Gegenständen das rausfinden was wirklich wertvoll ist kann mir ebenso vor wie goldschürfen.
00:05:40: in dem zusammenhang habe ich mal gegoogelt wie gold überhaupt geschürft wird und dabei habe ich gelesen dass eine tonne gestein bearbeitet werden muss um im schnitt fünf kramm gold zu finden.
00:05:51: also unglaublich!
00:05:52: Eine tonne das sind tausend kilo also tausende kilo gesteins für fünf Gramm Gold.
00:05:57: Also das ist wirklich ein großer großer Unterschied, ein extremes Verhältnis.
00:06:02: Ganz so extrem ist es beim Aussortieren nicht!
00:06:05: Ich habe das spaßesalber mal auf Papier umgerechnet.
00:06:08: Das würde bedeuten wenn du fünf Blätter Papier aufheben möchtest müsstest du eine Million Blätter durchschauen Wenn ichs richtig gerechnet hab oder runtergerechnet zweihunderttausend Blätter für einen Plan wobei zweihunderttausend Blätter ungefähr vierhundert Ordner werden.
00:06:23: Also ganz so extrem ist es nicht!
00:06:25: Manchmal können ganze Ordner weg, manchmal kann die Hälfte aussortiert werden und manchmal bleiben auch nur wenige Blätter aus einem Ordner übrig aber ganz sicher nicht nur ein Blatt aus Vierhundertordner.
00:06:36: Was ich eigentlich sagen möchte beim Goldschürfen muss enorm viel bewegt werden um eben das wertvolle rauszufinden und genauso ist es beim Ordnungsschaffen eben auch.
00:06:45: Auch da muss vieles bewegt Jedes Teil muss eben in die Hand genommen werden, angeschaut werden, bewertet werden und es braucht einfach Zeit.
00:06:54: Das ist ganz normal und das ist auch gar nicht schlimm.
00:06:56: Goldschürfen ist vielleicht auch was Besonderes und so ist es ja auch irgendwie beim Ordnung schaffen dass man immer mal wieder tolle Sachen entdeckt Und das muss hier gar nicht negativ sein wie jetzt.
00:07:06: ich muss aussortieren Ich muss jetzt alles irgendwie durch schauen Sondern vielleicht kann sie auch eben Spaß machen diese Sachen eben zu entdecken.
00:07:14: Jetzt nochmal zu dem Gestein.
00:07:16: Ich habe jetzt da nicht weiter genau gelesen, was das ist.
00:07:19: Aber ich denke mal, dass es ja nicht Müll ist und dann ist vielleicht auch schön.
00:07:23: Das ist auch brauchbar aber es ist eben halt nicht dieses Gold.
00:07:28: Und genauso ist es mit den Gegenständen, mit dem Papierunterlagen oder auch digitales Was du aussortierst.
00:07:35: Es ist auch irgendwie schön.
00:07:36: man könnte theoretisch noch benutzen, aber es ist eben nicht das was du suchst nämlich dieses Gold.
00:07:43: Und du merkst es immer wenn du gold gefunden hast also dass was dir wirklich super wertvoll ist dann denkst du so oh wow cool!
00:07:51: Das muss ich unbedingt aufheben.
00:07:53: und wenn du Gestein findest dann ist es vielleicht eher oh das ist schön.
00:07:58: ah das sieht schön aus Das ist ja immer so ein Zeichen mit, es ist halt dann eben kein Gold.
00:08:04: Oder dieses Jahr eigentlich aber... Genau!
00:08:07: Dann ist das vielleicht eher Gestein.
00:08:10: Ich würde gerne hier noch das Beispiel Fotos mit reinbringen.
00:08:12: Da ist die Frage was schaust du dir lieber an?
00:08:14: Ein Fotoalbum mit den hundert wertvollsten Bildern von einem Urlaub oder einer Geburtstagsfeier irgendeinem anderen Fest oder irgendeinen Event.
00:08:22: Hundert Bilder oder zweihundert oder fünfzig, da spielt auch keine Rolle.
00:08:26: Oder magst du lieber irgendeinen Sammelsurium mit tausend Bildern, wo vielleicht eben von jedem Moment noch irgendwie zehn Aufnahmen dabei sind?
00:08:34: Dazwischen noch viele unscharfe Bilder oder völlig irrelevante Bilder.
00:08:38: Wo du eigentlich zuerst noch das Gold bei den Fotos finden darfst also wirklich die besonders schönen Fotos raussuchen darfst und die Fotos, die ihm super gerne angeschaut werden Und lieber doch hundert Bilder in einem schönen Album oder einer schönen Kiste oder digital auf dem Computer.
00:08:52: Das ist egal als sie irgendwie ungeachtet in einer Kiste, in der Ecke oder in Ordner auf dem Computer liegen zu haben.
00:09:00: Wo du sie gar nicht durchschaust weil es einfach viel zuviel ist und das Anschauen gar nicht so viel Spaß macht.
00:09:07: Und das Beispiel mit den Fotos kannst jetzt einfach mal auf andere Bereiche übertragen wo's eben für dich passt?
00:09:12: Wo ist es für dich schöner eben weniger zu haben und dafür wirklich für dich wertvolle Sachen?
00:09:19: und wo passt es vielleicht auch nicht?
00:09:21: Zum Schluss noch ein Gedanke, Gold ist für alle gleich.
00:09:24: Das heißt jeder der in so einer goldmine arbeitet und goldschürft kann das sehen weil gold einfach eben ja für alle Gleich aussieht Und weil es einfach anders ist als dieses Gesteilen was da bewegt werden muss um an das gold zu kommen.
00:09:37: Aber Zuhause dass gold rauszufinden das kannst nur du Weil nur Du weißt Was Für Dich gold is und was eben nicht.
00:09:46: Und ich als Ordnungsexpertin kann meine Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, wie ich es vorher schon gesagt habe – Ich kann vorsortieren!
00:09:53: Ich kann auch auf dem Weg zur Entscheidung unterstützen aber die finale Entscheidung liegt immer bei meinen Kundinnen oder Kunden weil ich nicht erkennen kann, was ist Gold?
00:10:03: Und was
00:10:03: nicht?!
00:10:04: Ich kann das schon raushören wenn wir länger zusammenarbeiten Aber im Grunde ist für mich einfach nur ein Gegenstand ein Gegenstand und ob der jetzt Gold ist oder Gestein, das kann ich nicht erkennen.
00:10:14: Und deshalb arbeite ich auch nicht für meine Kundinnen und Kunden sondern immer mit ihnen gemeinsam, dass wir eben gemeinsam das Gold schürfen.
00:10:22: Das Gold kann ich dann in die Schränke, in die Shubbler, in den Fächer einräumen!
00:10:27: Wenn du magst und dir das Ausortieren schwerfällt, dann stell dir doch in Zukunft einfach vor dein Zuhause eine Goldmine.
00:10:33: Es geht darum herauszufinden was für dich wirklich goldwert ist?
00:10:37: Du sortierst gar nicht aus Sondern du schürfst Gold.
00:10:40: Und im Grunde erinnert mich das auch daran, worum es beim Ordnungsschaffen wirklich geht.
00:10:44: Es geht nicht ums Entsorgen sondern ums Rausfinden und entdecken was dir wirklich wichtig ist Was für dich goldwert ist?
00:10:53: Das ganze braucht Zeit, dass braucht Aufmerksamkeit aber ich denke es lohnt sich.
00:10:59: Jetzt ist die Frage was muss in deinem Zuhause bewegt werden um an das Gold zu kommen.
00:11:05: Wie ist in dem Sinn das Verhältnis?
00:11:07: Ich denke nicht so wie beim echten Gold, aber da kannst du dir einfach mal Gedanken drüber machen.
00:11:13: und dann wünsche ich dir natürlich ganz viel Spaß beim Goldfinden in deinem Zuhause!
00:11:18: Und in diesem Sinne wünschte ich dir wie immer eine wunderschöne und ordentliche Zeit und sage tschüss und bis zum nächsten Mal.
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